Matcha-Schale Bizen grauer Spiegel
Eine weitere Bizen-Schale. Hier vom Keramiker Yukinori Matsukasa. S oll etwa vor 40 Jahren gefertigt worden sein. Ein etwas kleinteiligeres Flammenmuster kombiniert mit großflächigen Brandkontrasten. Eine etwas bauchigere Silhouette mit etwas mehr Gewicht im Fuß und Boden. Die Schale will gewissermaßen von sich aus im Handteller geborgen sein. So lebendig die Außenseite, so anders das Innere der Schale. Ein helles Blaugrau überrascht. Zu erkennen sind Schattenlinien der in Salz getränkten Strohschnüre,, die hier aber auch wie eine bläuliche Salzglasur herausgekommen sind. Eine schöne Besonderheit hat die Schale noch dazu. An einer Stelle der Wandung zeigt sich sowohl innen als auch außen eine Steinsprengung. Ein Steinchen im Ton hat sich beim Brand ausgedehnt, ist vielleicht sogar geplatzt und hat dadurch auf der Oberfläche sichtbare Risse und eine Auswölbung hinterlassen. Diese scheinbaren Makel sind willkommene Zufallsergebnisse beim Brand. Denn natürlich kann solch eine Sprengung auch die Schale ruinieren, da die Schale dabei reißen kann. Glückt es jedoch, ist es wieder einmal ein sehr japanisches, ästhetisch-konzeptuelles Element. Das Objekt wird in seinem Ausdruck gesteigert, indem die Vollkommenheit 'gebrochen' wird. Sie wird wie anfällig und brüchig gestaltet, aber in Veredelung. Etwas Zufall ist dabei und viel viel Erfahrung. Dadurch entstehen selbst bei eine Serienherstellung einzigartige Stücke.
Schale alleine 0,387 g H 8,5 mm x 12,1/12,3 mm Schale alleine 0,387 g Box B 15,3 cm x 1 T 15,4 cm x H 13,3 cm, signiert und keine Gebrauchspuren

